Über Pippas Schürzen

Als ich die Idee hatte besonders schöne und hochwertige Schürzen herzustellen, begann für mich ein langer Experimentier-Prozess, dessen erstes Kapitel jetzt mit der ersten Kollektion abgeschlossen ist. Ich suchte überall nach Stoffen, von den alten Kleiderkisten meiner Oma bis  zu riesigen Stoffmessen. Ich experimentierte mit Schnitten und Formen und Farben. Ich nähte und nähte und nähte und stellte fest, dass meine alte einfach Nähmaschine an ihre Grenzen stieß. Ich wusch, färbte und bearbeitete die Stoffe. Und nähte wieder. Ich war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Gefühl. Ich hätte keine der Schürzen aufmalen oder beschreiben können, aber nach unzähligen Testläufen, hatte ich es auf einmal, das Gefühl: ja, genau das ist sie! Großartig. Also wiederholte ich den Prozess für jede einzelne Schürze und habe heute, ein Jahr später, meine erste Kollektion fertig.

Es war ein freudiger, neugieriger, manchmal frustrierender, oft viel zu teurer, aber am Ende sehr befriedigender Prozess.

Dementsprechend ist jeder Stoff, jedes Garn, jede Spitze und jeder Knopf von mir persönlich ausgesucht, ausprobiert und auf Herz und Nieren geprüft, so dass sie sowohl in Stil als auch in ihrer praktischen Verwendung exzellente Dienste leisten.

Auch wird jede einzelne Schürze mit Liebe und Sorgfalt von mir selbst in meinem Atelier in München genäht.

Der Look der Schürzen ist eine Mischung aus elegant und shabby. Bei den vielen Testläufen, entschied ich mich irgendwann dafür manche Stoffe auf links zu verwenden (also die nicht schöne Seite nach außen), weil es mir sonst zu clean gewesen wäre. So kommt es dass der Farbverlauf teilweise unregelmäßig ist und der Stoff wirkt, als wäre er verblichen.

Ihr richtiges Finish erhalten die Schürzen erst nach dem ersten waschen. Der Basis-Leinenstoff läuft ein wenig mehr ein, als der Aufsatz, so dass der Aufsatz ein wenig lockerer ist und auch ruhig ein paar Falten werfen darf. Erst nach vielen verschiedenen Stoffkombinationen fand ich heraus wie ich genau diesen Effekt erzielen kann. Auch die Enden des Gürtels vernähe ich zwar, säume sie aber absichtlich nicht vollständig um, damit ein paar gewollte Fransen entstehen können.

Ebenso bekommt auch der Gürtel (bei den Modellen mit Doppelgürtel) einen romantischen Welleneffekt, den ich dadurch erreicht habe für das untere Band eine andere Materialzusammensetzung zu wählen, als für das obere.

Der Shabby Look, der durch den Mix der Materialien entsteht, gehört zum Design. Trotzdem empfehle ich die Schürze nach dem Waschen feucht in Form zu ziehen (gerade den Leinenstoff kräftig in alle Richtungen gerade ziehen) und auch direkt zu bügeln, da Leinen generell leicht knittert und in trockenem Zustand schwer zu bügeln ist.

Ich finde auf einer Schürze dürfen auch ein paar Flecken sein und sie muss nicht dauernd gewaschen werden. Daher habe ich auch für die Grundfarben schmutzunempfindliche Farben wie Sand oder Grautöne gewählt. Denn auch wenn ich meine Schürzen gerne als Kleider sehe, sind es dennoch Arbeitskleider, die schön sein und ihren Dienst leisten sollen.

Ich hoffe, du hast Freude mit deiner Pippa Pie-Maker Schürze und erlebst viele schöne Zeiten mit ihr in deiner Küche!

Sollte irgendetwas nicht zu Deiner vollkommen Zufriedenheit sein, gib mir bescheid und ich kümmere mich darum.